Bürgerinitiative Pro Umfahrung - Contra Amtstunnel e.V.
Bürgerinitiative Pro Umfahrung - Contra Amtstunnel e.V. 

Westumfahrung

Die Westumfahrung von Starnberg bietet in Kombination mit der Westumfahrung von Oberbrunn - Unterbrunn eine weiträumige Ableitung des Verkehrs von der B2 am Maxhof (Pöcking) zur Anschlussstelle Gilching auf der A 96 (BAB München - Lindau). Zahlreiche Ziele im Westen und Norden von München können über diese Route erreicht werden. Durch den Autobahn-Ring A 99 kann die Landeshauptstadt für Fernziele auf der A 8 Stuttgart, A 9 Nürnberg, A 92 Flughafen/ Deggendorf, A 94 München Riem/ Pastetten und A 8 Salzburg umfahren werden.

Neubaustrecke Westumfahrung ca. 3,5 km

Das Planfeststellungsverfahren von 2005 für eine Kreisstraße musste 2008 wegen unzutreffender Klassifizierung als Staatsstraße neu aufgelegt werden.  Im Jahr 2013 erging der Planfestellungsbeschluss. Seitdem besteht Baurecht.

Die Finanzierung ist gesichert, da Starnberg die Neubaustrecke in kommunaler Sonderbaulast herstellt. Die Kosten der Neubaustrecke liegen bei ca. 13 Mio; mit einer aufwändigen Grünbrücke am Galgenberg wird dem Naturschutz Rechnung getragen. Baubeginn 2015 - Fertigstellung Anfang 2018.

Entlastung der B2 Ortsdurchfahrt

Der Verkehrsknoten am Maxhof ist eine der bedeutenden Schaltstellen, um den Verkehr aus der Stadt heraus zu halten. Zur Entlastung der Stadt muss möglichst viel Verkehr auf die Westumfahrung gelenkt werden.  Die Westumfahrung wird auf viele Jahre die einzige Entlastung der Stadt vom Durchgangsverkehr bleiben (müssen).

Die Verteilung der Ziele am Maxhof zeigt, dass die Mehrheit des Durchgangsverkehrs auf die Westumfahrung bzw. A 96 gerichtet ist, um Fernziele oder Ziele in München zu erreichen. 30 % sind Ziel- und Quellverkehr der Stadt, der komplett oberirdisch verlaufen muss, selbst wenn der B2-Innenstadttunnel gebaut würde. Nur 34 % der Fahrer bzw. 6.400 Kfz/Tag würden den Tunnel überhaupt benutzen, weil die Fahrziele zum Ostufer oder zur A 95 führen.

Die WPS begrüßt den Baubeginn im Jahr 2016 zur Entlastung von Starnberg. Denn ein Drittel aller Fahrzeuge am Maxhof-Kreisel werden nach Fertigstellung im Jahr 2018 die Verbindung zur A 96 wählen und Starnberg weiträumig umfahren. Ein Drittel fahren sowieso nach Starnberg und belasten die Ortsdurchfahrt auf der Weilheimer Straße,  Hauptstraße und Münchner Straße.  

Abstufung und Rückbau von Staatsstraßen im Stadtgebiet

Westumfahrung von Starnberg kann gleichzeitig als erster Abschnitt einer Gesamtumfahrung von Starnberg zur A95 angesehen werden. Man muss sie nur um eine Nordostumfahrung ergänzen. Ein B2-Innenstadttunnel wäre kontraproduktiv zur Westumfahrung. Er würde nur den Verkehr wieder in die Stadt holen!

Alle Starnberger freuen sich über den Bau der Westumfahrung wegen der zu erwartenden Verkehrsentlastung der Stadt.  Durch die Klassifizierung der Westumfahrung als Staatsstraße können die bisherigen Abschnitte der Hanfelderstraße (St2069) und Söckingerstraße (St2070) zu Ortsstraßen abgestuft werden. Damit kann Starnberg deren Gestaltung unabhängig vom Straßenbauamt selbst bestimmen, was die Ortsplanung wesentlich erleichtert.

 

Durch die Aufhebung der Straßenausbaubeitragssatzung im Frühjahr 2015 werden die Straßenbaukosten für den Rückbau bzw. den Umbau der oben genannten Staatsstraßen von der Kommune getragen werden, ohne dass die Anlieger zur Kasse gebeten werden, die ohnehin schon über Jahrzehnte unter dem Verkehrslärm und Dreck leiden. Schließlich ist die Umgestaltung von Verkehrsraum zu Lebensraum eine kommunale Aufgaben.

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